Throne
Während sich in den
Erscheinungsweisen der Cherubim erstmalig die Gestalt des Menschen in einem
Flügelkleide andeutet, gelangen wir mit dem Chor der Throne, auch Räder genannt,
in eine Sphäre von Himmelsgestalten, die den Wirkungskräften des Heiligen
Geistes entsprechen.
Die Symbolik des Rades entspricht der göttlichen Bewegung im Kosmos und in der
äußeren und inneren Natur des Menschen. Seit Urzeiten gilt das Rad als Sinnbild
des sich wandelnden Lebens, als Licht- und Lebenszeichen.
Das Bild des Rades ist auch eines der elementaren Symbole des Buddhismus. In
seiner ganzen Form repräsentiert es die buddhistische Lehre, die durch die
Offenbarung des Buddha im Jahre 528 v. Chr. in Bewegung gesetzt worden ist.
In der christlichen Kunst des Mittelalters wird der Heilige Geist im Licht- oder
Feuerrad dargestellt. Ohne Anfang und Ende, umgreift er die gesamte Schöpfung in
der Bewegung seiner Speichen und erfasst somit alle Bereiche. Die Radform
erweitert sich durch eines der ältesten Symbole der Menschheit, die Spirale. Sie
deutet sich in der Beschreibung der Räder des Ezechiel an, der sie auch als
"Wirbel" charakterisiert, denn durch ihre Bewegung formen sich die wirbelnden
Räder zu einer Spirale.
In diesem Kontext soll bereits darauf hingewiesen werden, dass die Gestalt der
Wirbel eine besondere Entsprechung in den Erscheinungsformen der geistigen
Energiezentren des Menschen findet, den sogenannten Chakren. Diese Zentren
zeigen einen direkten Bezug zu der Gestalt der Wirbel-Engel auf, die in
besonderem Maße Träger göttlicher Energieformen sind und ihr Abbild im
Energiefeld des Menschen haben.
Aus dem Buch "Engel - Ihre Stimme, ihr Duft, ihr Gewand und ihr Tanz" von Jutta Ströter-Bender, Kreuz Verlag