Voodoo

Knapp 200 Jahre nach der Unabhängigkeit Haitis wird dort Voodoo als Religion offiziell anerkannt. Die Verfügung gab Präsident Jean-Bertrand Aristide gestern bekannt. In einem Gesetz soll Voodoo den christlichen Konfessionen gleichgestellt werden. Rund 75 % der acht Millionen Einwohner Haitis gelten als Anhänger des Voodoo-Kultes. Für viele Haitianer ist es kein Widerspruch, gleichzeitig Voodoo-Anhänger und Christ zu sein. Während der Kolonialzeit war Voodoo verboten, aber auch in der unabhängigen Republik wurde es zeitweilig unterdrückt.
Geschichte des Voodoo
In dem kleinen westafrikanischen Land Benin sind wie in vielen afrikanischen Ländern die Naturreligionen (animistische, traditionelle oder auch Primitivreligionen genannt) sehr verbreitet und haben im Leben der meisten Schwarzafrikaner einen festen Platz. Einen besonderen Stellenwert hat - vor allem im südlichen Teil des Landes - der Voodoo-Kult.
Der Begriff Voodoo
Beim Hören des Begriffs Voodoo fallen vielen sicher zunächst
okkulte Praktiken, Giftmischerei, Zauberei und Menschenopfer ein. Letztere sind
in alten Reiseberichten über Dahomey zahlreich und eindringlich beschrieben
worden. Ist der Voodoo-Kult im alten Dahomey auch tatsächlich mit Menschenopfern
verbunden gewesen, so dienten die häufig sehr einseitigen Berichte der
europäischen Eroberer doch insbesondere auch dazu, das Bild des geschichtslosen
Schwarzen zu untermalen und damit das eigene Handeln zu legitimieren.
Beobachtungen wurden aus dem Blickwinkel des europäischen Denkens unter Anlegung
christlicher Wertevorstellungen reflektiert.
Dass der Voodoo-Kult, ähnlich wie andere afrikanische ursprüngliche Religionen,
auch einen zutiefst sozialen Charakter hat sowie die Verbindung zwischen den
Menschen in der Gemeinschaft, zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie
zwischen Mensch und Natur ausdrückt und untermauert, ist diesen
Berichterstattern fremd geblieben. Dabei ist der Voodoo eine sehr komplexe
Religion, die, wie A. Metraux feststellt, nur von einer gelehrten
Priesterschaft, die genügend Zeit hatte, sich mit theologischen Fragen zu
beschäftigen, entwickelt werden konnte. Die Strukturierung dieser Religion - ihr
oberster Gott Mawu unbestimmten Geschlechts, seine hierarchisch geordneten ihm
verwandten Gottheiten, wie z.B. das Fa (Verkörperung des Schicksals) sowie die
unmittelbaren Diener der Götter, z.B. vodu-si (Gemahlin des Voodoo; Frauen, die
der Gottheit geweiht und in einer Art Kloster initiiert sind) oder vodu-no -
lässt die Bezeichnung der Primitivreligion ins Wanken geraten.
Benin oder Dahomey kann zurecht als Wiege des Voodoo bezeichnet werden. Der als
Candomble bezeichnete Voodoo Brasiliens, Santeria auf Cuba, der Shango in
Brooklyn, der Voodoo in Jamaica und auf Haiti haben nachweislich ihre Wurzeln in
Benin. So beginnt zum Beispiel die Geschichte des Voodoo auf Haiti mit der
Ankunft der ersten Sklavenschiffe auf Santo Domingo in der 2. Hälfte des 17.
Jahrhunderts. Historische Zeugnisse und Überlieferungen und vor allem, die bis
heute lebendigen Kulte der schwarzen Bevölkerung Haitis und der anderen
genannten Länder beweisen, dass der größte Teil der Sklaven aus der Gegend der
"Bucht von Benin", der so genannten Sklavenküste, aus Dahomey stammt. Sie alle
brachten ihre Kulte mit, die bis heute überlebten.
Der Begriff Voodoo oder "Vodu" selbst stammt aus der Sprachfamilie der Fon, der
Sprache der Dahomeyer. "Vodu" bedeutet hier: Gott, ein Geist, sein Bild. Da der
Voodoo-Kult einen sehr familien- oder clanbezogenen Charakter hat (eine Gruppe,
die gleichen Ursprungs ist, hat jeweils eigene zu verehrende Gottheiten - lässt
in Brasilien oder Haiti bis heute Namen von Gottheiten erscheinen, die unter
anderem der Königsfamilie von Abomey angehören. Sowohl die Hierarchie der Götter
innerhalb des Kultes als auch der Name des obersten Gottes Mawu sowie anderer
Gottheiten, die Bezeichnungen der Priester "Huangan" und vieler Kultwerkzeuge
sind von Dahomey aus mit über die Meere genommen worden und sind mit denen im
heutigen Benin noch immer identisch.
Den Stellenwert, den der Voodoo im Leben der Menschen Benins hat, ist häufig -
und gerade für einen in seinem rationellen und linearen Denken verhafteten
Europäer - nur schwer zu erkennen oder nachzuvollziehen. So gibt es nur wenige
Familien, die völlig ohne Zeremonien, Talismane oder zumindest einem gewissen
Respekt oder gar Angst vor den Göttern oder deren Dienern (z.B. Bokona) leben.
Spätestens bei einer Einladung zum Essen bei einer beninischen Familie wird man
feststellen können, dass auch immer etwas Speise für die Ahnen da ist oder bei
einer Taxifahrt fällt einem ein Talisman auf. Auch wird es kaum einen
Geschäftsmann geben, der nicht vor entscheidenden Verhandlungen einen Bokona
aufsucht.
Dass in einer der größten Zeitungen Benins beispielsweise als seriöse Meldung
zwischen politischem Tagesgeschehen und anderen Ereignissen von einer Frau
berichtet wird, die aufgrund von Zauberei 17 Jahre schwanger war (Angst vieler
schwangerer Frauen, dass ihr Kind durch Einflüsse von Geistern nicht geboren
werden kann), ist Ausdruck davon, wie sehr selbst Intellektuelle in das System
der Religion involviert sind. Auch vom Präsidenten der Republik wird erzählt, er
sei von einer mysteriösen Krankheit, die selbst europäische Ärzte nicht zu
heilen vermochten, durch einen Priester des Voodoo befreit worden.
So kann vieles, was einem Europäer eigenartig oder widersprüchlich erscheint,
eine Erklärung in der (für fast jeden Beniner Lebensbestimmenden Macht der)
Religion finden.
Auch wenn der Einfluss des Christentums und des Islam groß ist, kann von einer
Verdrängung der ursprünglichen Religionen durch die so genannten großen
Weltreligionen nicht gesprochen werden, sondern eher von einer Verbindung oder
vom Nebeneinander existieren. So ist ein sehr großer Teil der Bevölkerung des
Südens von Benin katholisch und praktiziert neben den Ritualen der katholischen
Kirche (Taufe, Kommunion, sonntäglicher Messebesuch) die des Voodoo (Zeremonie
zur Befragung des Fa).
In Ländern wie Haiti oder Brasilien wurden die Kulte durch die katholische
Kirche gewaltsam unterdrückt, dennoch fanden die Menschen eine Möglichkeit, sich
ihre eigene Religion durch die Vermischung mit der herrschenden katholischen zu
erhalten.
Nachdem der Voodoo in der marxistisch orientierten Volksrepublik Benin unter der
Regierung von Kerekou, verboten war und es sogar zu regelrechten Hexenjagden
kam, erfährt der Voodoo in der Gegenwart eine offizielle Renaissance, in der nun
demokratisch unter Soglo regierten Republik Benin. Seinen ersten offiziellen und
internationalen Ausdruck fand dies durch das Voodoo-Festival 1993 Titel OUIDAH
92, Retrouvialles Amerique-Afrique-Ouidah, wo sich die Nachkommen der
verschleppten Sklaven mit den Nachkommen der Verwandten in Benin trafen. Die
Nachfahren jener, die seinerzeit ihre Landsleute als Sklaven nach Übersee
verkauften, fanden sich ebenso ein. Sie tragen noch stolz das Ehrenabzeichen der
Sklavenfänger des Königreiches Abomey, dessen König seinerzeit einen großen
Gewinn aus dem Sklavenhandel herausschlug.
In Benin selbst kam es zu einer Schwemme von Publikationen über den Voodoo, von
Zeitungsartikeln bis hin zu wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern. Dies
geschieht um die eigene kulturelle Identität zu finden und die eigenen
Traditionen bewusst zu machen, die sich bis heute erhalten haben und lebendig
sind. Es ist der Versuch Aufmerksamkeit, auch internationale, zu erlangen und
sich gegen den Ruf der Kulturlosigkeit / Primitivität zu wehren.
Es sind nachweislich viele musikalische und bildkünstlerische Einflüsse Afrikas
insbesondere Benins auf die amerikanische Kunst, insbesondere die Musik
vorhanden. So ist der brasilianische Samba aus den Rhythmen und Tänzen des
Candomble-Kultes entstanden. Natürlich spielt der Gesichtspunkt des Tourismus
mittlerweile eine Rolle. So versucht die Regierung Benins, den Tourismus zu
fördern, um dadurch Geld und damit wirtschaftlicher Aufschwung ins Land kommt.
Kritiker des Voodoo-Kultes bzw. dessen, dass der Voodoo wieder eine so
bedeutende Rolle im Lande einnimmt, sehen die Gefahr, dass Benin einzig als
Voodoo-Land gezeigt bzw. zu selbigem gemacht wird. Sie meinen auch, dass jene,
die sich von diesem Kult abgewendet haben, durch die den Voodoo-Priestern
wiedergegebene Macht unter Druck gesetzt werden könnten.
Eine Bewertung durch Europäer scheint schwierig. Zu komplex und kompliziert und
zu "anders" ist das Leben und der Glauben, sind die Mythen der Menschen Afrikas.
Wie auch immer über positive und negative Seiten des Voodoo "von außen"
geurteilt werden mag, es ist nicht zu vergessen, dass gerade die verschleppten
Sklaven durch den Zusammenhalt innerhalb des Voodoo-Kultes ihr qualvolles
Schicksal leichter ertragen konnten und sich dadurch ihrer Wurzeln bewusst
geblieben sind. Nachkommen der einstigen Sklaven sind zum Teil nach Benin
zurückgekehrt und waren sicher auch mittels ihrer lebendigen Kulte in der Lage,
sich wieder in die Heimat ihrer Vorfahren zu integrieren.
Voodoo-Magie und Religion
Neue wissenschaftliche Theorien erklären die Wirkung! Was bin ich? Bin ich ein Segel, und mein Leben bewegt sich in die gewünschte Richtung? Oder bin ich ein Blatt im Wind, gebeutelt von den Stürmen der Zeit?
Wozu macht man magische Rituale?
Man möchte sich verschiedene Wünsche erfüllen, man möchte
erreichen, dass Träume und Pläne in Erfüllung gehen, einen bestimmten Menschen
verzaubern, drohendes Unheil abwehren, reich werden, im Lotto gewinnen, Erfolg
haben usw. - kurzum, man möchte sein eigenes Schicksal in die Hand nehmen und es
nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen beeinflussen.
Magie ist in unserer heutigen Zeit "wieder am kommen". Immer öfter findet man in
Zeitschriften magische Rezepte und Rituale. Hellseher, Hexen und Magier bieten
ihre Dienste an. Im Fernsehen sind sie gern gesehene Talk-Gäste und einige
Bücher, in denen geheimes Wissen weitergegeben wird, stehen sogar auf der
Bestsellerliste.
Auch Wissenschaftler, wie z.B. der bekannte Biologe Rupert Sheldrake mit seiner
Theorie über die morphogenetischen Felder, tragen Ihren Teil dazu bei, dass das
Wesen der Magie in einem neuen Licht und gar nicht mehr als „absolut
unwahrscheinlicher Quatsch“ betrachtet werden muss. Zwar gelten die geheimen
Kräfte seit Jahrtausenden zu den bestgehütetsten Geheimnissen aller Kulturen,
doch mittlerweile dringt man immer tiefer in das Verständnis der Zusammenhänge
dieser „Wunder“ ein und stellt immer öfter mit Erstaunen fest: „Das wirkt ja
wirklich“.
Wer sich schon mit geheimwissenschaftlichen Themen beschäftigt hat, wird
sicherlich festgestellt haben, dass es trotz dieser Hochkonjunktur kaum
brauchbare und seriöse Informationen zu dem speziellen Thema der Voodoo-Magie
gibt. Dadurch ist Voodoo nach wie vor eine der geheimsten, exotischsten und
wirkungsvollsten Magie-Formen der ganzen Welt.
Das Mysterium um Voodoo ist gewaltig.
Obwohl Voodoo als Religion von den Kirchen anerkannt ist und der Papst schon
mehrmals Voodoo-Priester persönlich besucht hat, haftet dem Voodoo noch immer
dieses gewisse Etwas an, das einem die Gänsehaut den Rücken hinauf und hinunter
jagt. Somit ist und bleibt Voodoo der Inbegriff der rätselhaftesten und
unheimlichsten, aber auch der allmächtigsten Magie.
Den Respekt vor Voodoo kann man auf die Angst der weißen Herren vor dieser
bedeutungsvollen Magie ihrer Sklaven zurückführen. Etliche Male setzten die
ansonsten hilflosen und gequälten Schwarzen die Macht des Voodoo-Zaubers ein, um
sich vor ihren Sklaventreibern zu schützen. Mit legendärem Erfolg; vor dieser
Magie konnte sich damals keiner retten, genauso, wie sich auch heute noch keiner
dagegen wehren kann. Deshalb wurde in der Vergangenheit die Ausübung von Voodoo
unter schwerste Strafen gestellt.
Andererseits bediente sich die damalige herrschende Klasse gerne der Kräfte des
Voodoo. Sie ließen von Voodoo Priestern (Houangans) und von Priesterinnen
(Mambos) Heilungen und Rituale zu ihrem Vorteil durchführen. Noch heute soll die
gesamte Politik und Wirtschaft Haitis Magie erhält seine kolossale Macht auch
dadurch, dass Gott angerufen und gebeten wird, den anderen Mächten bei der
Verwirklichung der gestellten Aufgaben beizustehen und ihnen zu helfen.
Die Voodoo-Rituale an sich unterscheiden sich stark voneinander, je nach
Herkunft und Tradition. Das aus Haiti stammende Voodoo ist z.B. sehr kompliziert
und viel zu aufwendig um hier angewendet werden zu können. Das afrikanische
Voodoo beschäftigt sich stark mit der Herstellung von Fetischen und mit der
Verabreichung von Giften, Salben und Gebräuen. Doch wo erhalten wir hier in
Europa beispielsweise den getrockneten Kopf eines schwarzen Hahns, oder auch nur
einen Talcumstein, eine unreife Cola Nuss, das Herz einer gelben Eidechse oder
sonstige Mineralien und exotische Pflanzen?
Die Rituale, die wir Ihnen vorstellen und aus denen Sie auswählen können, sind
im allgemeinen von jedermann durchführbar. Im Gegensatz zu anderen Formen der
Magie hängt die Realisierung Ihres Zieles nicht von zeitraubenden und
aufwendigen meditativen Vorbereitungen ab.
Bei dem Voodoo entscheidet die Kraft ihres Wunsches, Ihrer Liebe und Ihrer
Sehnsucht in Verbindung mit den mächtigen Wesenheiten des Voodoo.
Alle notwendigen Voodoo-Utensilien sind im Ritual-Set integriert. Manche Rituale
sind etwas aufwendiger, doch die meisten sind einfach und unkompliziert, aber
dennoch sehr effizient. Eine ausführliche und äußerst kostbare Geheimnisse
beinhaltende Anleitung liegt den jeweiligen Zutaten bei.
Der Ursprung der verschiedenen Rituale variiert. Einige haben ihre Wurzeln in
Brasilien, Haiti und Guadeloupe und kommen über New Orleans und New York zu uns,
andere wiederum sind aus Afrika.
Alles sind wohl gehütete Geheimnisse.
Als führender Verlag auf dem Gebiet der magischen Esoterik und Voodoo-Rituale
sind wir sehr stolz darauf, Ihnen diese Geheimnisse vermitteln zu können.
Wir möchten Sie allerdings von Anfang an vor Missbrauch warnen! Der Umgang mit
Voodoo ist sehr kraftvoll und äußerst effektiv. Mit Voodoo dringt man in die
Aura anderer Personen ein, man beeinflusst die Geschicke, man lenkt die Kräfte
des Universums. Es sind diese ungeheuren Kräfte, die Voodoo einerseits so
faszinierend, andererseits auch so gefährlich machen. Wenn man vorschnell und
ungerechterweise handelt, kommt der Zauber wie ein Bumerang zurück.
Verwenden Sie Voodoo deshalb nur zu guten Zwecken. Zum Beispiel in Situationen,
in denen Sie von Ihrem Recht völlig überzeugt sind - oder um eventuelle
Bedrohungen und Angreifer abzuwehren. Wenn Sie Voodoo in diesem Sinne anwenden
können Sie ganz beruhigt sein. Sollten Sie aber an Ihrer eigenen Motivation
zweifeln? Dann empfehlen wir Ihnen ganz besonders zuerst das "Ouanga Nr. 25 ,
das "Pot de Tete" zu machen, um sich vor dem Bumerang-Effekt zu schützen